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Skulpturen aus dem Boboli-Garten

Bacchus mit Sartyr

Wie der Florentiner Humanist Raffaello Borghini berichtet, hatte der aus Fiesole stammende Bildhauer Vincenzo Rossi (1525-1587) während seines fast zwanzig Jahre währenden Aufenthaltes in Rom neben zahlreichen anderen Werken auch zwei Skulpturen des Weingottes Bacchus geschaffen. Eine davon war bereits 1560 von Papst Pius IV. dem Großherzog Cosimo I. de’ Medici als Geschenk gesandt worden. Die zweite erwarb vermutlich Isabella de’ Medici zwischen 1567 und 1576 für ihre Villa in Poggio Imperiale, wo sich das Werk anhand eines Inventars aus dem Jahr 1691 in einer Grotte im Garten nachweisen lässt. Von dort wurde es 1777 in den Boboli - Garten gebracht, um am Ende der neu angelegten Zypressenallee aufgestellt zu werden. Rossi, der als der bedeutendste Schüler des Florentiner Bildhauers Baccio Bandinelli angesehen werden kann und mit diesem in Rom an den Grabmälern der Medici-Päpste Leo X. und Klemens VII. gearbeitet hat, zeigt sich in der statuarischen Auffassung seines Bacchus jedoch auch stark von den Arbeiten Michelangelos beeinflusst. Dies wird vor allem in der gespannten Körperhaltung des als aufrecht stehenden, nackten Jüngling dargestellten Weingottes deutlich, die sich auch auf den hinter ihm knienden Satyr überträgt. Letzterer hält ein Horn in Form einer Muschel an den Mund, mit welchem er die Ankunft der Gottheit ankündigt. 1980/81 wurde das Werk restauriert und später in den Stanzonaccio überführt.


Frontalansicht

Schrägansicht von rechts

Rückenansicht von links

Rückenansicht

Seitenansicht von rechts

Schrägansicht von links

Ausschnitt: Satyr im Profil

Ausschnitt: Rückenansicht des Satyrs

Detail: Rückenansicht des Bacchus




© KHI in Florenz | 26.09.2020 10:17:05