font-awesome-load
material-design-icons-load
 
 

Natural artifizio – artifiziosa natura: Grotten der frühen Neuzeit in Italien

Mythos und Antike

Während die Haupträume von Villen und Stadtpalästen häufig mit historischen und genealogischen Themen oder antiken Heldensagen ausgestattet wurden, deren Protagonisten sich als Identifikationsfiguren der Auftraggeber anboten, blieb den Grotten als zum Garten gehörigen „luoghi di piacere“ der Bereich des Mythos vorbehalten. Besonders beliebt waren Darstellungen von Neptun, Tritonen, Nereiden, Nymphen und Flußgöttern sowie mit Grotten und dem Element des Wassers verbundene Mythen, darunter Diana und Aktaion, Galatea und Polyphem oder der Raub der Europa. Kaum zufällig war der im 16. Jahrhundert allgegenwärtige Topos vom Wettstreit zwischen Kunst und Natur gerade durch die Diana-Quelle in den „Metamorphosen“ geprägt worden, an der Ovid einen von der Natur ausgebildeten kunstvollen Gesteinsbogen beschreibt. Die figürlichen Ausstattungsprogramme von Wandmosaiken und Malereien ergänzten häufig noch antike und neuzeitliche Skulpturen, die im Kontrast zu den rauhen Felswänden eine besondere Verlebendigung erfuhren. Ebenso diente die Darstellung antiker Monumente der Charakterisierung der Grotte als ein der antiken Villenkultur nachempfundener Ort, der zugleich Zeugnis von der humanistischen Kultur seines Auftraggebers ablegte.


Genua, Grotta Pavese, Diana

Genua, Fonte Doria, Galatea

Genua, Fonte Doria, Galatea

Genua, Fonte Doria, Europa

Genua, Grotta Grimaldi in Bisagno, Eroten in Weinranken

Genua, Palazzo Balbi Senarega, Grotte, Jupiter

Genua, Grotta Pavese, Diana und Aktaion

Genua, Grotta Pallavicino, Triton und Nereide

Genua, Fonte Doria, Flussgott Nil

Genua, Palazzo Balbi Senarega, Grotte, Amor




X

Genua, Fonte Doria, Flussgott Nil

© KHI in Florenz | 19.01.2021 05:40:36