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Monreale

Geburt und Kindheitsgeschichte Christi

Die Abfolge von Ereignissen um die Geburt Christi beginnt mit der Verkündigung an Maria auf der Westseite dieser von vier Säulen gestützten Kapitellgruppe. Der Erzengel Gabriel und die Jungfrau stehen räumlich getrennt jeweils unter einer Arkade, deren Säulen mit einem Vorhang umschlungen sind. Gabriel als Bote Gottes trägt einen Heroldstab in seiner linken Hand, die rechte ist zum Verkündigungsgestus erhoben. Maria indessen hält eine Spindel. Architekturkürzel und Arkaden sind bei Verkündigungen ein übliches Darstellungsprinzip und finden sich in allen Gattungen seit den frühst erhaltenen Beispielen wieder. Ebenso ist Maria mit dem Spinnrocken ein seit der byzantinischen Kunst bekannter Topos der Verkündigung. Dies erklärt sich aus der apokryphen Quelle des Mitte des 2. Jh.s entstandenen Protoevangeliums des Jakobus (10,1-11,3), worin berichtet wird, dass Maria von den Hohepriestern dazu auserkoren wurde, einen Tempelvorhang aus Purpur und Scharlach herzustellen. Auf der Südseite wird die Folge von Arkaden mit der Heimsuchung und der Verkündigung an Joseph fortgesetzt. Die Ostseite zeigt die Geburt Christi, den Traum Josephs und die Verkündigung an die Hirten, die Nordseite die Reise und Anbetung der Könige. Die Erzählung ist in die Struktur eines korinthisierenden Kapitells integriert. Darüber hinaus ist die Soffitte des Kämpfers mit Rosetten und Konsolen in Form von Voluten im Wechsel geschmückt. Ebenso auffallend ist das antikisierende Formenvokabular in Architektur, Körperbildung und Gewändern der Figuren.


Verkündigung an Maria

Verkündigung an Maria und Heimsuchung

Verkündigung an Joseph

Geburt Christi und Verkündigung an die Hirten

Anbetung der Heiligen drei Könige

Verkündigungsengel Gabriel

Geburt Christi

Verkündigung an die Hirten

Anbetung der Könige




© KHI in Florenz | 19.06.2021 08:53:40