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Georgien

Dschwari (Mzcheta)

Die Dschwari-Kirche, die Kirche zum Heiligen Kreuz in Mzcheta, erhebt sich auf einem felsigen Berggipfel oberhalb des Zusammenflusses von Kura und Aragvi. Ihre Geschichte ist eng mit dem Beginn der Christianisierung Georgiens verbunden. Nach der Christianisierung von Kartli wurde am heutigen Standort der Kirche ein großes Holzkreuz aufgestellt, das als wundertätig galt und deshalb Pilger aus dem gesamten Kaukasus anzog. Die Dschwari-Kirche wurde zwischen 586 und 605 von Erismtavari Stepanoz I. um dieses Kreuz errichtet. Das Gebäude ist ein Tetrakonchos mit Kuppel. Zwischen den Apsiden befinden sich weitere Nischen mit dreiviertelkreisförmigem Grundriss, die sich zum Zentralraum hin öffnen. Von diesem quadratischen Raum leiten drei Reihen von Trompen zum Tambour und der darüber liegenden Kuppel über. Die Kirche zum Heiligen Kreuz in Mzcheta ist die erste mit einer umfangreichen skulpturalen Ausstattung. Als Beispiel zeigen wir in der Ausstellung das Tympanonrelief über dem südlichen Eingangsportal mit der Verherrlichung des Kreuzes. Ebenso ist an der Südfassade ein Relief mit der Himmelfahrt Christi zu erkennen. Die Dschwari-Kirche, eine der besterhaltenen frühchristlichen Kirchen Georgiens, hatte aufgrund ihrer religiösen und architektonischen Bedeutung entscheidende Wirkung auf die weitere Entwicklung der georgischen Architektur. Sie war für zahlreiche Kirchen in Georgien Vorbild, die sogenannten Dschwari-Kopien.


Ansicht von Westen (Foto: Dror Maayan)

Ansicht der Vorhalle von Süden (Foto: Dror Maayan)

Verherrlichung des Kreuzes, 568/604, Tympanon des südlichen Portals (Foto: Dror Maayan)

Ansicht nach Osten (Foto: Dror Maayan)

Blick von Südosten in die Kuppel, die Trompen und eine Konche (Foto: Dror Maayan)




© KHI in Florenz | 26.09.2020 16:19:27