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Georgien

Samtawisi

Ein jüngst auf dem Berg Sinai entdecktes Manuskript aus dem 10. Jh. mit den Lebensbeschreibungen der syrischen Väter belegt, dass die erste Kirche in Samtavisi von dem syrischen Missionar Isidor im 6. Jh. errichtet wurde. Die heutige Kathedrale wurde im Jahr 1030 von Hilarion, Bischof von Samtawisi, erbaut. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach schwer beschädigt. Ihr originaler Zustand hat sich an der Ostfassade am besten erhalten, wohingegen Süd- und Nordfassade im 15. und 19. Jh. entscheidend verändert wurden. Samtavisi ist vor allem wegen seiner ausgewogenen architektonischen Proportionen und der eleganten Fassadendekoration bemerkenswert. Durch die Substitution der beiden östlichen Vierungspfeiler durch Vorlagen der Apsis wurde ein kompakter rechteckiger Raum geschaffen – eine Lösung, die noch in den georgischen Kirchen des Spätmittelalters nachwirkte. Auch die Gestaltung der Ostfassade wurde zum Vorbild für zahlreiche georgische Kirchen. Das System der fünf Blendarkaden, welches vorzüglich erhalten ist, wird ergänzt durch ein großes ornamental geschmücktes Kreuz oberhalb des mittleren Fensters sowie zwei darunter liegende ornamental gefüllte Quadrate. Samtawisi liegt in der Nähe des Dorfes Igoeti, am linken Ufer des Flusses Lekhura, ca. 45 km von Tbilisi entfernt.


Ansicht von Nordosten (Foto: Dror Maayan)

Florales Ornament an der Ostfassade (Foto: Dror Maayan)

Greifrelief an der Ostfassade (Foto: Dror Maayan)

Kannelierte Blendarkade an der Südfassade (Detail) (Foto: Dror Maayan)

Zierrauten an der Ostfassade (Foto: Dror Maayan)

Rosette an der Südfassade (Foto: Dror Maayan)




© KHI in Florenz | 26.09.2020 17:22:57