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Georgien

Ateni

Die im 7. Jh.erbaute Kirche Ateni Sioni, die Kirche der Dormitio Virginis, befindet sich in der Nähe des Dorfes Ateni, 12 km südlich der Stadt Gori. Der Typus des Baues mit vier Konchen und Kuppel ist typisch für die kaukasische Architektur der frühchristlichen Zeit. Ateni Sioni übernimmt damit die architektonischen Formen der Dschwari-Kirche in Mzcheta. Die Fassaden der Sioni-Kirche sind mit gleichmäßig behauenen grau-grünen Steinquadern verkleidet, zwischen die wiederum reich mit Reliefs geschmückte Steine und Platten in anderen Farben eingefügt sind. Ateni Sioni ist jedoch vor allem wegen ihrer herausragenden Wandmalereien bedeutend: Die frühen, anikonischen Malereien des 7. und 8. Jh.s wurden in den 1080er und 1090er Jahren von einem christologischen Zyklus sowie einem solchen des apokryphen Marienlebens überdeckt. Letztere lassen sich dank der ebenso dargestellten Stifter sowie mittels zahlreicher erläuternder Inschriften in Asomtavruli zweifelsfrei datieren. Aufgrund der Monumentalität des Stils sowie des tektonischen und konstruktiven Charakters der Kompositionen und des Programms können die Malereien der sogenannten „klassischen“ Periode der georgischen mittelalterlichen Kunst zugeordnet werden.


Ansicht von Nordwesten (Foto: Dror Maayan)

Tierskulptur auf dem Dach der Nordkonche, 10 Jh.(?) (Foto: Dror Maayan)

Samson ringt mit dem Löwen und die Entführung des Habakuk durch den Engel nach Babylon, Relief, 10. Jh., Westfassade (Foto: Dror Maayan)

Blick in die nördliche Konche (Foto: Dror Maayan)

Kreuzigung Christi, 11. Jh., nördliche Konche (Foto: Dror Maayan)

Heimsuchung, 11. Jh., südliche Konche (Foto: Dror Maayan)




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Blick in die nördliche Konche (Foto: Dror Maayan)

© KHI in Florenz | 26.10.2020 04:48:56