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Georgien

Bagrati (Kutaisi)

Die Kathedrale der Dormitio Virginis in Kutaisi, seit alten Zeiten als Bagrati-Kathedrale bekannt, wurde auf Befehl Bagrats III. (ca. 978-1014), König des vereinigten Georgiens, errichtet. Historischen Quellen zufolge wurde Bagrat III., ein Nachkomme der Bagratiden aus Tao, in Kutaisi gekrönt. Seit dieser Zeit gilt die Stadt als königlicher Besitz. Im Jahre 1010 wurde Kutaisi zur Hauptstadt des vereinigten Georgiens. Die Bagrati-Kathedrale ist eine der größten Kirchen des Landes mit kreuzförmigem Grundriss. Aus einer Inschrift an der Nordseite des Baues geht hervor, dass der Fußboden im Jahr 1003 fertig gestellt war, jedoch zogen sich einige Arbeiten bis ins Jahr 1008 hin. In den 20er Jahren des 11. Jh.s wurden die großen Vorhallen im Osten und Westen errichtet. Die Fassaden sind, wie in der georgischen Architektur dieser Zeit üblich, mit Blendarkaden gegliedert. Die Fensterrahmungen weisen reiche Ornamentierungen auf, und die Kapitelle der Vorhallen sind skulptural geschmückt. Der Bau präsentiert sich heute als eindrückliche Ruine: die Bagrati-Kathedrale wurde 1692 von osmanischen Truppen beschädigt. Weitere Beschädigungen kamen 1770 während der Befreiung der Festung Kutaisi von den Türken hinzu. Die westliche Vorhalle wurde im 19. Jh. zerstört.


Ansicht von Nordosten (Foto: Dror Maayan)

Ansicht der Südfassade und des Glockenturms (2. Hälfte 18. Jh.) (Foto: Dror Maayan)

Südportal (Foto: Dror Maayan)

Tierkapitell, 11. Jh., Südportal (Foto: Dror Maayan)

Zwei männliche Köpfe (Fragmente), 10./11. Jh., Südfassade (Foto: Dror Maayan)

Stufenpilaster an der Ostfassade, 11. Jh. (Foto: Dror Maayan)




© KHI in Florenz | 26.09.2020 17:46:14