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Georgien

David – Garedscha

David Garedscha ist ein monastisches Zentrum in der Steppenlandschaft Ost-Georgiens, in der Nähe der Grenze zu Aserbaidschan. Es wurde in der ersten Hälfe des 6. Jh.s von dem Mönch St. David Garejeli gegründet. David war einer der dreizehn syrischen Väter aus Mesopotamien, die eine wesentliche Rolle bei der Christianisierung Georgiens spielten. Die heute von Festungsanlagen des späten 16. Jh.s umgebene Lawra Davids an den Hängen des Berges Garedscha bildete den Ausgangspunkt und das Zentrum der Missionstätigkeit der syrischen Väter. Kurz nach der Gründung des Klosters entstanden zahlreiche kleinere Klöster in der näheren Umgebung, die mit dem Mutterkloster einen einheitlichen Komplex bildeten. Von diesen Klöstern haben sich einige ausgemalte Höhlenkirchen erhalten; die meisten stammen aus dem 11. bis 13. Jh. Das Kloster von Udabno, das sich entlang des Gebirgskammes oberhalb der Lawra (ein Zusammenschluss von Einsiedelein) erstreckt, ist eine der größten Anlagen in der Steppenlandschaft von David Garedscha. Seine große Kirche ist mit Wandmalereien des 10., 11. und 13. Jh.s ausgestattet, die in mehreren Schichten übereinander angeordnet sind. Ihr Diakonikon ist in der Apsis mit einer Deesis geschmückt, während im Gewölbe das von Engeln getragene Kreuz – eine typische Ikonographie der mittelalterlichen Kunst Georgiens – und die Evangelisten in Medaillons dargestellt sind. Außerdem zeigen die Wände Szenen aus dem Leben der hl. Nino und aus dem des David Garejeli, darüber hinaus die für die Ausstellung gewählte Himmelfahrt Elias. Die Motsameta (Kirche der vierzig Märtyrer) und die Kirche der Verkündigung sind weitere geistliche Zentren von Udabno, die ebenfalls beide ausgemalt sind. Die Malereien der Ersten stammen aus dem 11. und 13. Jh., diejenigen der Letzteren hingegen aus dem 13. Jh. Alle diese Einzelzentren teilten sich das große gemeinsame Refektorium, in dem sich noch immer die Reste von zwei langen Tischen mit Platz für über fünfzig Mönche erhalten haben.


Ansicht der Lawra mit Befestigungsmauern (Foto: Dror Maayan)

Kloster Udabno: Blick auf eine Kapelle mit Wandmalereien des 13. Jh.s (Foto: Dror Maayan)

Martyriumsdarstellung, 11. Jh., Kloster Udabno, Motsameta (Kirche der vierzig Märtyrer), Nordwand (Foto: Dror Maayan)

Kloster Udabno, Diakonikon der Hauptkirche: Blick nach Osten mit Wandmalereien des 11.-13. Jh.s (Foto: Dror Maayan)

Johannes der Täufer (Teil der Deesis), 10. Jh. (mit Übermalungen des 13. Jh.s), Kloster Udabno, Diakonikon der Hauptkirche, Apsis (Foto: Dror Maayan)

Himmelfahrt des Elias, 13. Jh., Kloster Udabno, Diakonikon der Hauptkirche, Nordostwand (Foto: Dror Maayan)

Kloster Udabno: Außenansicht des Refektoriums nach Nordosten mit Wandmalereien des 11. und 13. Jh.s (Foto: Dror Maayan)

Letztes Abendmahl, 11. Jh., Kloster Udabno, Ostwand des Refektoriums (Foto: Dror Maayan)

Auferweckung des Lazarus, Einzug in Jerusalem und Verkündigung, Ende 13. Jh., Udabno Kloster, Verkündigungskirche, nördliches Gewölbe (Foto: Dror Maayan)

Verklärung Christi, Ende 13. Jh., Kloster Udabno, Verkündigungskirche, westliches Gewölbe (Foto: Dror Maayan)




© KHI in Florenz | 26.09.2020 17:42:31