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Florentiner Ansichten

Paläste

Die Architektur der Florentiner Paläste spiegelt deutlich die historische Entwicklung der Stadt wider. Zur Zeit der kommunalen Selbstverwaltung im 13. und 14. Jahrhundert übten die öffentlichen Gebäude wie etwa der Palazzo del Capitano del Popolo (heute Bargello) oder der Palazzo dei Priori (heute Palazzo Vecchio) eine starke Vorbildfunktion für die Palastbauten der reichen Patrizierfamilien aus. Doch als sich im späten 14. Jahrhundert die politische Macht immer mehr in den Händen einiger weniger Familien konzentrierte, traten die kommunalen Bauten zunehmend in ihrer Bedeutung zurück. Untereinander konkurrierend, versuchten die führenden Familien mit der Errichtung prächtiger und architektonisch innovativer Paläste wie dem Palazzo Strozzi oder dem Palazzo Rucellai ihren sozialen Status sichtbar zu inszenieren. Als nach langem Ringen 1532 die Medici endgültig die Herrschaft über Florenz erlangt hatten, schlug sich dieser politische Wechsel erneut im Stadtbild nieder. Herzog Cosimo I. de' Medici verlegte 1549 seinen Wohnsitz aus dem einstigen Palazzo dei Priori in den jenseits des Arno gelegenen Palazzo Pitti. In den folgenden Jahrhunderten wurde der Palast zu einer prunkvollen Herrscherresidenz ausgebaut, die den Großherzögen der Toskana, und von 1865 bis 1871 dem ersten König des geeinten Italiens, als Wohnsitz diente.




© KHI in Florenz | 28.09.2020 23:43:40