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Florentiner Ansichten

Parco delle Cascine

Vor den Toren der Stadt erstreckt sich im Westen der Parco delle Cascine. Mit einer Länge von drei Kilometern am Ufer des Arno gelegen, entstand er aus einem Landgut, das die Medici als Großherzöge erwarben und vor allem zur Viehzucht und Jagd nutzten. Nach dem Aussterben der Medici-Dynastie 1737 erfolgte unter den habsburg-lothringischen Großherzögen durch den Architekten Giuseppe Manetti der Ausbau zum englischen Park mit der Anlage von Wegen, Brunnen und der zentral gelegenen „Palazzina“ (1787) als Jagdhaus der fürstlichen Familie. Für das Volk war der Park allerdings nur an Christi Himmelfahrt und zu besonderen Anlässen geöffnet. Erst im Gefolge der Napoleonischen Besatzung wurde der Park öffentlich zugänglich gemacht und rasch erfreute er sich als Ausflugsziel großer Beliebtheit. Aus dieser Zeit stammen die acht Lithographien nach Zeichnungen von Giuseppe Galli (1827-30). Im Gegensatz zu der ersten hier gezeigten, anonymen Ansicht thematisieren sie nicht die Menschenmenge und das Gedränge der Ausflugswagen, sondern die ländliche Stille und Freiheit einer romantisch-unendlichen Landschaft. Bezugspunkte bilden dabei die Brunnen und architektonischen Monumente wie etwa die Pyramide, die ursprünglich als Kühlhaus diente.


Ansicht der Piazzale delle Cascine, 19. Jh., Aquatinta, 32,6 x 40 cm

Giuseppe Galli: Parco delle Cascine, 1829, Lithographie, 32,5 x 49,5 cm

Giuseppe Galli: Parco delle Cascine, 1827/1830, Lithographie, 33 x 49,5 cm

Giuseppe Galli: Parco delle Cascine, 1828, Lithographie, 32,5 x 49,5 cm

Giuseppe Galli: Parco delle Cascine, 1828/1830, Lithographie, 32,5 x 49,5 cm

Giuseppe Galli: Parco delle Cascine, 1827, Lithographie, 28,8 x 39,7 cm

Giuseppe Galli: Parco delle Cascine, 1829, Lithographie, 32,5 x 49,5 cm

Giuseppe Galli: Parco delle Cascine, 1830, Lithographie, 32,5 x 49,5 cm

Giuseppe Galli: Parco delle Cascine, 1829, Lithographie, 32,2 x 46 cm




© KHI in Florenz | 01.10.2020 04:20:48