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ZANG TUMB TUUM… 100 Werke des Futurismus

Ausstellung

In großen schwarzen Lettern auf rotem Grund kündigt der Katalog von 1913 die Ausstellung in Rom als die erste Ausstellung futuristischer Malerei an. Dabei entstand das Manifest der futuristischen Maler bereits 1910, also ein Jahr nach dem von Filippo Tommaso Marinetti verfassten Gründungsmanifest "Fondazione e manifesto del Futurismo" (1909). In diesem "Manifesto dei pittori futuristi", verkündeten Umberto Boccioni, Giacomo Balla, Luigi Russolo, Carlo Carrà und Gino Severini die Grundlagen einer futuristischen Malerei. Sie forderten neue Themen in der Kunst, wie Geschwindigkeit, Fortschritt und Technik, die dem modernen Leben entsprechen sollen. Die Intention der Futuristen, die Kunst zu erneuern, wird deutlich hervorgehoben. Doch jeglicher Hinweis auf eine praktische Umsetzung der Ideen fehlte. Dies machte ein zweites Manifest unerlässlich, das kurz darauf entstand ("La pittura futurista - Manifesto tecnico“). Noch im gleichen Jahr wurden bei einer Ausstellung der Famiglia Artistica in Mailand erste Gemälde der Futuristen Boccioni, Carrà, Russolo und Aroldo Bonzagni gezeigt. Nur war in diesen Werken kaum eine Anwendung der revolutionären Ideen der Manifeste zu finden. Es war bezeichnend für die futuristischen Maler, dass ihre theoretischen Ideen bereits eine weite Verbreitung durch Manifeste fanden, während die eigentlichen Werke sehr viel später entstanden. Die folgenden Beispiele aus den Bereichen der Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur und Architektur zeigen, dass es den Futuristen nicht nur gelang, ihre Forderungen nach Modernität, Simultaneität und Dynamik praktisch umzusetzen, sondern diese auch auf zahlreiche Bereiche zu übertragen.




© KHI in Florenz | 24.09.2020 20:31:44