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Hilde Lotz-Bauer

Biographie

Hilde Bauer wurde am 31. März 1907 in München geboren, wo sie 1931 in Kunstgeschichte bei Wilhelm Pinder promovierte. Ihre zweijährige Fotografenausbildung in der seit 1900 bestehenden Lichtbildanstalt in München schloss sie 1933 ab. Briefe und Auftragsfotografien bezeugen den Aufenthalt in Italien von 1935 an gemeinsam mit ihrem ersten Ehemann Bernhard Degenhart. Beide waren sowohl mit dem Kunsthistorischen Institut in Florenz als auch mit der Bibliotheca Hertziana in Rom eng verbunden. Die ersten Aufnahmen von Hilde Bauer entstanden für die im Kunstgeschichtlichen Jahrbuch der Bibliotheca Hertziana 1937 publizierten Beiträge von H. Keller und B. Degenhart. Auch zu Aufsätzen von L.H. Heydenreich, W. Gramberg, A. Griesebach, H. Keller, W. Körte und später H.W. Kruft trug sie mit ihren fotografischen Werken bei. Vom Anfang an setzte sie das Instrument der Fotografie zu kunsthistorischen Zwecken bewusst ein, indem sie präzise Detailaufnahmen, unbekannte Standpunkte und auch künstlerische Mittel zur Dokumentation von Kunstwerken verwendete. Die Fotokampagnen, überwiegend zur toskanischen Renaissanceskulptur, mit denen der Direktor des Florentiner Instituts Friedrich Kriegbaum sie ab 1939 beauftragt hatte, wurden durch die Kriegsereignisse und den Tod Kriegbaums bei einem Fliegerangriff 1943 tragisch unterbrochen. Im September 1943 kehrte sie nach München zurück. Einem knappen Jahrzehnt in Amerika (1953-62) folgte ein abermaliger Wechsel, diesmal nach Rom an die Bibliotheca Hertziana, zu deren Direktor ihr zweiter Mann Wolfgang Lotz 1962 ernannt worden war. Ihrem fotografischen Werk wurden Ausstellungen in Florenz (1977), London (1980), Bonn (1981) und Mannheim (1993) gewidmet. 1984 kehrte Hilde Lotz-Bauer in ihre Heimatstadt zurück, wo sie 1999 fast erblindet starb.


Hilde Lotz-Bauer

Hilde Lotz-Bauer




© KHI in Florenz | 20.11.2019 02:43:07