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Hilde Lotz-Bauer

Römische Plätze

Hilde Lotz-Bauer nahm ab 1935 im Auftrag von Werner Körte Paläste und römische Brunnen auf. Ab 1937 erschienen einige ihrer Fotos in Beiträgen des Römischen Jahrbuchs der Bibliotheca Hertziana. Auch in den Aufnahmen aus dieser frühen römischen Zeit setzte sie ihre Plattenkamera sowie die Leica für eine möglichst objektive Dokumentation ein, wobei malerische Akzente nicht fehlen. Diese kleine Romsektion besteht vollständig aus Fotografien, die von Franz Schlechter (Heidelberg) freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden. Zu den großen Raumerlebnissen in Rom gehören natürlich die Platzanlagen, die Lotz-Bauer in ihren Aufnahmen festhielt. Die ovale Piazza del Popolo empfängt den vom Norden in die Stadt kommenden Reisenden. Die Blickachse führt ihn von dem Platz in den Süden, wo das Kapitol sich als eine außergewöhnliche Theaterkulisse darstellt. Ein Panoramablick vom Kapitol aus richtet sich auf die Kirchen Santa Maria di Loreto und SS. Nome di Maria. Fast als Staffagefiguren wirken einige Menschen, die im Gegenlicht vor der mächtigen Trajanssäule stehen. Rom mit Schnee gehört zu einem seltenen Erlebnis, hier dokumentiert auf der Piazza Trinità dei Monti. Von dort aus vermittelt der Blick auf die Spanische Treppe eine Ahnung der monumentalen Treppenführung. Nach dem Lateranskonzil ordnete Mussolini 1936 den Abriss einer Straßenzeile des Borgo an, des mittelalterlichen Viertels zwischen Peterskirche und Tiber. Die Fotos von Hilde Lotz-Bauer berichten über einen stadthistorisch bedeutenden, dramatischen Moment, als die alte Bausubstanz der neuen Via della Conciliazione zum Opfer fallen musste.


Trajanssäule mit der Kirche SS. Nome di Maria

Abriss vom Borgo Vecchio vor Sankt Peter




© KHI in Florenz | 20.11.2019 03:43:59