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Florenz um 1900: Der fotografische Blick

Grußwort

Die Fotografie gehörte wie kaum ein anderes Medium zu den wesentlichen Elementen, die den „Mythos Florenz“ im 19. Jahrhundert mitbestimmt haben. Sie bewegte sich zwischen Experiment, Kunst und Souvenir und erfüllte dabei mehrere Funktionen im Dienste unterschiedlicher Interessen.

Das fotografische Abbild berühmter Bau- und Kunstwerke diente nicht nur den Reisenden als Erinnerung oder den Kunstinteressierten, die Aufnahmen als Grundlage für ihre Forschungen erwarben. Auch der in Florenz besonders stark ausgeprägte Kunsthandel profitierte von der fotografischen Vervielfältigung der Kunstobjekte.

Fest mit der Fotografie verbunden war deshalb stets auch eine Popularisierung der Florentiner Kunstwerke, die als großformatige Reproduktion in den Wohnungen der Bildungsbürger hingen. Die Maßnahmen zur Umgestaltung des Stadtraums während und nach der Zeit, in der Florenz Hauptstadt der jungen Nation war, wurden ebenfalls von Fotokampagnen begleitet. Die Fotografie erwies auch hierin ihren Wert als Gedächtnis der Gesellschaft und deren Geschichte.

Viele der hier online gezeigten Fotografien und Graphiken waren in der Ausstellung „Florenz!“ in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen, die in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Instituts in Florenz entstand.

Ute Dercks



© KHI in Florenz | 13.11.2019 10:29:09