Florentiner Ansichten

Grußwort

Die „Anschaffung einer großen Sammlung von zu vergleichenden Studien geeigneten Abbildungen“ gehörte schon bei der Gründung 1897 zu den Hauptzielen des Kunsthistorischen Instituts in Florenz. Diese frühe, aus Schenkungen und Nachlässen entstandene Abbildungssammlung enthielt neben Fotomaterial in klassischer Weise auch Stiche und Drucke. Die Fotografie setzte sich als bevorzugtes Instrument der kunstgeschichtlichen Forschung bald gegen andere Darstellungs- und Reproduktionsmedien durch, so dass sich aus diesem Kern die heutige Fotosammlung entwickelte. Das stagnierende Konvolut von über tausend Druckgraphiken aus der Gründungszeit des Instituts wurde in den Dreißiger Jahren in das Fotoarchiv integriert, dann später wieder ausgesondert. Heute werden sie in der Photothek als Rariora aufbewahrt. Um dieses in vieler Hinsicht interessante Material der wissenschaftlichen Gemeinschaft auch im Internet zugänglich zu machen, hat die Photothek mit dessen vollständiger elektronischer Erfassung begonnen. So kann etwa ein Viertel der Blätter (vor allem größere und mittlere Formate) bereits in der Digitalen Photothek konsultiert werden (www.khi.fotothek.org oder über die Homepage des Instituts). Es liegt in der Natur der Sache, dass in dieser an sich heterogenen Sammlung die Florentiner Ansichten die mit Abstand stärkste Gruppe darstellen. Die darin versammelten Blätter bilden einen bedeutenden Fundus historischer Pläne und Ansichten der Stadt Florenz. Die hier gezeigte Auswahl reicht von Plänen und Veduten bis zu Ansichten einzelner Monumente und Anlagen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert.

Costanza Caraffa



© KHI in Florenz | 18.12.2017 13:47:20